Was kann ich gegen häufigen Harndrang tun?

Anhaltender oder häufiger Harndrang, der selbst die Nachtruhe unterbricht, kann einen erheblichen Leidensdruck erzeugen und symptomatisch für eine Vielzahl von Erkrankungen sein. Der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung und Verbesserung des Harndrangs besteht daher in einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung.

Abhängig von der Ursache kann eine medikamentöse Therapie angeraten und bereits ausreichend sein. Zur Unterstützung können Sie zudem einige Maßnahmen in Ihren Alltag integrieren:

  • Auf harntreibende Getränke verzichten
    Schon kleine Mengen Alkohol, Tee und Kaffee verstärken den Harndrang. Leidet man ohnehin schon unter zu häufigem Gang auf die Toilette, sind Wasser und Säfte die bessere Getränkewahl. Die Trinkmenge zu reduzieren ist hingegen weder sinnvoll noch gesund.
  • Den Beckenboden trainieren
    Ein gezieltes Training des Beckenbodens hilft, den Harndrang unter Kontrolle zu halten.
  • Auf pflanzliche Mittel zurückgreifen
    Vor allem Kürbiskerne, in Form von Granulat oder Tabletten, wirken einer  Blasenschwäche und dem Harndrang entgegen.
  • Regelmäßig Sport treiben
    Radfahren, Schwimmen, zügige Spaziergänge – regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung des gesamten Körpers und hat einen positiven Effekt auf Harndrang und Allgemeinbefinden.
  • Dem Harndrang nicht sofort nachgeben
    Tritt häufiger oder ständiger Harndrang trotz nahezu leerer Blase auf, sollte ihm nachgegeben und die Harnblase geleert werden. Allerdings nicht in jedem Fall sofort. Zwar ist langes Einhalten schädlich, ein kurzes Kontrollieren trainiert jedoch die Blase. Setzen Sie sich dazu entspannt hin, atmen Sie langsam und warten Sie etwa eine Minute ab. Innerhalb dieser Zeit sollte sich der Drang etwas beruhigen und abschwächen. Lässt der Druck nach, kann die Blase entleert werden.