Therapie und Vorbeugung bei BPS und BPE

Spätestens, wenn die Symptome belastend werden, an ein Durchschlafen ohne mehrfaches Aufwachen und Toilettengänge nicht mehr zu denken ist, Wasserlassen trotzdem zur Qual wird oder Anzeichen von Inkontinenz stärker werden, ist eine Therapie des benignen Prostatasymptoms erforderlich.

Medikamente

In den Stadien I und II reicht eine konservative Therapie mit entsprechenden Medikamenten meist aus. Diese hilft zumindest dabei, das Fortschreiten des BPS zu verlangsamen. Auch können eine Reihe von Symptomen zumindest gelindert oder gar ganz verhindert werden.

Pflanzliche Medikamente

Vor allem der häufige Harndrang kann mit pflanzlichen Medikamenten oder Phytopharmaka gelindert werden. Extrakte aus Sägezahnpalmenfrucht, auch Sabal genannt, Kürbissamen oder Brennnesselwurzel verbessern die Symptome, können aber das Zellwachstum der Prostata nicht reduzieren. Der Vorteil der Phytomedikamente liegt darin, dass keine Nebenwirkungen zu verzeichnen sind. Sie sind also vor allem in der Frühphase des BPS sinnvoll und hilfreich.

Weitere Medikamente

Alpha-Rezeptorenblocker mit Wirkstoffen wie Alfuzosin und Tamsulosin verbessern den Harnfluss und erleichtern das Wasser lassen. Die Wirkung tritt innerhalb weniger Wochen ein. Der Wirkstoff Finasterid, ein Alpha-Reduktasehemmer mit testosteronähnlichen Eigenschaften, bewirkt die Rückbildung einer vergrößerten Prostata und verbessert Störungen bei der Blasenentleerung. Eine passende Produktauflistung finden Sie unter https://www.sparmedo.de/produkte/prostata-430.

Operative Therapieformen

Etwa ab dem zweiten Stadium des gutartigen Vorsteherdrüsen Syndroms können jedoch auch zusätzliche Behandlungen notwendig werden. Eine Therapie durch chirurgische Eingriffe, Laser oder Hitze vermindert den Umfang der Prostata auf mechanische Weise und sorgt so für Entlastung.

TUNA

Ambulant und ohne Narkose wird die Transurethrale Nadel Ablation der Prostata (TUNA) durchgeführt. Bei diesem Eingriff wird über feine Nadelantennen überschüssiges Prostatagewebe erhitzt und dadurch Absterben gebracht.

TURP

Eine transurethrale Resektion der Prostata (TURP) ist ein Standardverfahren, bei dem endoskopisch Prostatagewebe entfernt wird. Es gibt verschiedene Techniken, es macht daher Sinn, wenn sich der Betroffene vor einem Eingriff ausführlich informiert. Die bei einer Operation gefürchteten Nebenwirkungen wie erektile Dysfunktion oder Inkontinenz sind bei einer TURP sehr selten.

Lasertherapie

Es gibt verschiedene Laserverfahren, dazu gehören die Laserkoagulation, die Laservaporisation und die Laserresektion, die bei einer vergrößerten Prostata Prostatagewebe verdampfen. Vor allem mit einem modernen KTP- oder Greenlight Laser können sowohl der Krankenaufenthalt deutlich verkürzt und Komplikationen erheblich reduziert werden.

Welche Form der Therapie im Einzelfall geeignet ist, entscheidet sich aufgrund der jeweils individuellen Faktoren.

Tipp: Es lohnt sich, nach Alternativen zur herkömmlichen Operation zu fragen und zusätzlich unterstützende Therapien zu testen.

Kann man einem Benignen Prostatasyndrom vorbeugen?

Eine bedeutende Vorbeugung gegen das BPS sind regelmäßige Untersuchungen. Zwar kann das Fortschreiten auf diese Weise nicht vollständig verhindert werden, eine Verlangsamung der Ausbreitung ist aber möglich, wenn das Syndrom früh erkannt und entsprechend behandelt wird.

Zusätzlich helfen folgende Maßnahmen dabei, das Wachstum zu mindern:

  • Regelmäßiger Sport regt die Durchblutung an und stärkt die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers
  • Schlanke Linie – Übergewicht kann das BPS begünstigen
  • Mäßiger Alkoholkonsum; eine geringe Menge Alkohol kann das Risiko des BPS reduzieren
  • Ausgewogene Ernährung
  • Entsprechende Medikamente, wie beispielsweise 5-alpha-Reduktase-Hemmer